Dirk Steinborn - Watamu Design Berlin  


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Textgestaltung


Bei der Auswahl der Textfarbe ist ein größt-
möglicher Kontrast zum Hintergrund das wichtigste Kriterium. Für schwarzen Text auf weißem Grund trifft dies zu. Generell ist dies aber von der gewählten Hintergrund-
farbe abhängig. Überschriften können zur Hervorhebung und Abgrenzung durchaus eine andere Farbe aufweisen.

Es ist zu beachten, daß man zum Zwecke der Hervorhebung einzelner Wörter nicht wie bei gedrucktem Material unterstreicht. Un-
terstrichene Wörter kennzeichnen nach einer Konvention im Webdesign Hyperlinks. Diese Konvention haben die meisten Be-
nutzer bereits gelernt und verinnerlicht. So haben sie für unterstrichene Wörter auf einer Website Erwartungen ausgebildet und versuchen, auf diese Wörter zu klicken. Auf Grund des Gestaltgesetzes der Ähnlichkeit fallen unterstrichene Wörter dann in die

Kategorie der Hyperlinks. Es ist schlecht, wenn man auf solche Wörter klickt und nichts passiert. Im ungünstigen Falle schreiben die Benutzer der Website Programmierfehler zu, was wiederum die Zufriedenheit negativ beeinflußt.

Ein Textblock sollte rechts neben einem dazugehörigen Bild plaziert werden. Da bildliche Informationen überwiegend in der rechten Hemisphäre verarbeitet werden und Sprache in der linken, erleichtert diese An-
ordnung von Text im rechten Gesichtsfeld das Verständnis beim Lesen sowie die Lesegeschwindigkeit. Damit Textblock und Bild als zusammengehörige Elemente wahr-
genommen werden, ist es von Vorteil, beide in einem geringeren Abstand gegenüber an-
deren Objekten auf der Website darzustel-
len. So hebt sich die Figur besser vom Grund ab.




Die Arbeitsweise des menschlichen Ge-
dächtnisses hat ebenfalls Auswirkungen auf die Gestaltung von Textblöcken. Der Sen-
sorische Speicher hält ankommende Reize für ca. 250 Millisekunden bis zu 2 Sekun-
den. Anschließend beginnt das Vergessen, wenn der Reiz ausbleibt. Textzeilen dürfen daher keine Lesezeit besitzen, welche die zeitliche Begrenzung des Sensorischen Speichers überschreitet, damit man den Anfang der folgenden Zeile leicht findet und den Bezug zur vorherigen herstellen kann. Grundsätzlich ist das Lesen von langen Textpassagen am Computerbildschirm er-
müdender als von gedrucktem Text. Daher sind große Textmengen zu vermeiden (vgl. Hofer & Zimmermann, 2000; S. 52-53, 64-
65).


Die Einhaltung der allgemeinen Regeln der Typografie beeinflußt die Lesbarkeit positiv. Besonders Fragen der Zeichenhöhe, des Zeichenabstandes, der Anzahl der Schrift-
arten sowie Zeilenabstände spielen hier eine Rolle. So ist linksbündiger Text zum Bei-
spiel besser am Bildschirm lesbar als Blocksatz oder rechtsbündiger Text. Einen guten Überblick darüber erhält man bei Khazaeli (vgl. Khazaeli, 2001; S. 62-104, 370-371) und bei Siegel (vgl. Siegel, 1998; S. 72-76)




Literatur

Hofer, K., Zimmermann, H. (2000). Good webrations 2.0. a design for living
in the digital age
. München: Proteus.

Khazaeli, C.D. (2001). Crashkurs Typo und Layout - Vom Zeilenfall zum Screendesign. Reinbek: Rowohlt

Siegel, D. (1998). Web Site Design - Killer Web Sites der 3. Generation. München: Markt+Technik






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