Dirk Steinborn - Watamu Design Berlin  


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Hintergrund / Farbe


Die retinalen Sensoren passen sich an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse der Um-
gebung an. Insbesondere die Lokaladaption hat hierbei eine Auswirkung auf das Webde-
sign. So sollte man bei der Hintergrundge-
staltung einer Website auf Muster verzicht-
en, welche das Entstehen von Nachbildern begünstigen, da es dadurch zur Wahrneh-
mung von sogenannten Scheinbewegungen kommen kann. Das damit ausgelöste Flimmern könnte von vielen Benutzern als unangenehm empfunden werden. Darüber hinaus überlastet es beim Lesen die Augen und führt zur Ermüdung.
Weiterhin stören akzentuierte Muster als Hintergrund von Texten deren Lesbarkeit, weil die Kontrast-
wirkung eingeschränkt ist (vgl. Thissen, 2001; S. 96). Die durch das Muster be-dingten Unregelmäßigkeiten an den Grenz-
en der einzelnen Buchstaben verhindern

gute Simultankontraste, so daß die Über-
gänge vom Text zum Hintergrund keine ge-
schlossenen Linien darstellen. Man kann auch argumentieren, daß Muster zusätzlich eine Verletzung eines der Gestaltgesetze bedingen. Ist die Beziehung von Figur und Grund nicht klar herausgearbeitet, können Wahrnehmungsobjekte schnell mehrdeutig werden. Bei der Verwendung von starken Mustern als Hintergrund hebt sich der ge-
schriebene Text nicht mehr eindeutig ab und das Lesen wird erschwert, was wieder-
um anstrengend ist. Anzumerken ist, daß die eben beschriebenen Vorgänge einen Störfaktor darstellen, der permanent vor-
handen ist. Der Zustand verbessert sich nicht mit zunehmender Verwendung des Produktes. Im Gegensatz zu Verbesser-
ungen der Usability, welche auf Lerneffekte zurückzuführen sind.


Gemusterter Hintergrund
Eingeschränkte Lesbarkeit bei gemusterten Hintergrund (Quelle: http://www.gael-net.co.uk)




Die Verwendung von Farbe als Stilmittel für die Hintergrundgestaltung hat unterschied-
liche Auswirkungen auf den Benutzer. Far-
ben können Sympathie oder Antipathie her-
vorrufen. Diese Tatsache ist bei der Gestalt-
ung von Onlineshops z.B. besonders wich-
tig. So kaufen wir lieber in einem Geschäft, welches uns sympathisch erscheint (vgl. Felser, 1997; S. 183-184).

Zu beachten sind vor allem Aspekte der psychologischen Farbwirkung. Ein schwar-
zer Hintergrund mag bei einer Website über Design vielleicht angemessen sein, bei ei-
nem e-Shop, ist das zu bezweifeln. Im Vor-
dergrund bei der Farbwahl muß jedoch der Kontrast zur Textfarbe und damit die Les-
barkeit stehen. Den besten Farbkontrast ergeben schwarz auf weiß und schwarz auf gelb (vgl. Wandmacher, 1993; S ). Natürlich können auch andere Farben ver-wendet wer-

den, nur sollten diese bezüglichihrer Hellig-
keit immer noch einen starken Kontrast zur Textfarbe bilden, gleichzeitig aber auch har-
monieren. Ansonsten kann der Benutzer den Hintergrund wiederum als unangenehm empfinden, was zu einer geringeren Zufrie-
denheit führen kann (vgl. Küppers,2000).

Nicht nur für die Hintergrundgestaltung so-
ndern generell gilt beim Einsatz von Farbe, keine Seiten mit mehr als 4 Grundfarben zu produzieren. Diese erscheinen unruhig und verwirrend. Sehr wichtig ist die Konsistenz bei der Verwendung der Farben (vgl. Crüger, 1999). Gleiche Sachverhalte, wie Fehler-
meldungen und Hinweise sollten die gleiche Farbe besitzen, da eine Zuordnung in eine bestimmte Kategorie auf Grund des Ge-
setzes der Ähnlichkeit dadurch erleichtert wird.





Literatur

Crüger, I. (1999. Einsatz von Farben. Online-Dokument: http://www.darmstadt.gmd.de/~crueger
/farbe/farb-ein.html


Felser, G. (1997). Werbe- und Konsumentenpsychologie. Berlin:
Schäffer-Poeschel.

Küppers, H. (2000). Küpper`s Farbenlehre. Online-Dokument: http://www.darmstadt.gmd.de/
Kueppersfarbe/didaktik3.html


Thissen, F. (2001). Screen-Design-Handbuch. Berlin /Heidelberg: Springer.

Wandmacher, J. (1993). Software-
Ergonomie
. Berlin: de Gruyter.




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