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Formulare


Formulare sind Bestandteil vieler Websites. Manchmal sind sie eine Möglichkeit, ein Feedback auf das Angebot zu schreiben. Bei e-Shops haben sie jedoch eine größere Bedeutung. Sie dienen hier als Bestellfor-
mular und werden damit Bestandteil des Kaufaktes.

Formulare können Ängste bei den Benut-
zern auslösen. Eine Angst bezieht sich auf das Preisgeben persönlicher Daten, wie es beim Kauf in einem normalen Geschäft nicht der Fall ist. Dort bleibt man anonym und muß keine Adresse oder das Geburts-
datum angeben. Es ist die Angst vor der elektronischen Überwachung, welche einige

davon abhält, im Internet zu kaufen (vgl. Klietmann, 1998). Die Wahrnehmung von Fragen, die der Kunde nicht für den Kauf als notwendig erachtet, kann ihn mißtrauisch werden lassen, so daß er von der Bestell-
ung Abstand nimmt. Um das Vertauen der Kunden zu stärken, kann mit Beglaubig-
ungsorganisationen zusammengearbeitet werden. Dadurch darf man bestimmte Gütesiegel auf seiner Website plazieren. Die Wahrnehmung solcher Hinweiszeichen signalisiert dem Kunden, daß er es mit einem seriösen Anbieter zu tun hat. In Nordamerika zum Beispiel ist eine solche Organisation zur Beglaubigung TRUSTe (Dyson, 1997; S. 263-270 /Klarquist, 1999).




Formulare sind oft eine komplizierte Angele-
genheit. Das liegt u.a. daran, daß ihre Be-nutzeroberfläche (auch von denen in Papier-
form - man denke nur an seinen letzten Behördengang) nicht optimal gestaltet ist. Meist erscheinen die Fragen etwas unver-
ständlich und man weiß nie, was wird in welches Feld eingetragen. Daher müssen die Fragen oder Anweisungen klar und ver-
ständlich formuliert sein. Fachausdrücke wie: Tragen Sie ihre URL ein, sollten - wie eigentlich überall - möglichst vermieden werden (vgl. Apple Computer, Inc., 1996). Weiterhin müssen die Fragen eindeutig den entsprechenden Feldern zuzuordnen sein. Wenn Frage und dazugehöriges Feld eng

zusammenstehen sowie der Abstand zur nächsten Frage größer ist, werden diese schneller als zusammengehörig eingestuft, da hier das Gesetz der Nähe gilt. Um die Komplexität von langen Formularen zu re-
duzieren, ist es günstig, diese auf mehrere Seiten aufzuteilen. Dadurch können Fehler sofort bei dem jeweiligen Feld angezeigt werden. Der Benutzer wird eher in die Lage versetzt, die Stelle zu identifizieren, bei welcher er eine Falscheingabe getätigt hat (vgl. Siegel, 1998; S. 28). Weiterhin kann ein Benutzer so seine gesamte Aufmerk-
samkeit auf einige wenige Fragen richten und verarbeitet die Informationen schneller.



Amazon Formular
Sitemape von Amazon.de beim Ausfüllen eines Formulars
(Quelle: http://www.amazon.de)




Literatur

Apple Computer, Inc. (1996). Apple Style Guide. Online-Dokument: http://www.geo.tu-
freiberg.de/docs/apple/web_design
/communicate.htm
l

Dyson, E. (1997).
Release 2.0 - Die Internet-Gesellschaft. Spielregeln für
unsere digitale Zukunft
. München: Droemer.

Klarquist, D. at all. (1999). eCommerce Trust Study by Cheskin Research and Studio Archetype/Sapient. Online-
Dokument: http://www.cheskin.com/think
/studies/eCommtrust99.pdf


Klietmann, M. (1998). Streitfall Onlineshopping - Wie Internetsurfer den Onlinekauf erleben. Online-Dokument: http://www.firstsurf.de/fragebo2.htm

Siegel, D. (1998). Web Site Design - Killer Web Sites der 3. Generation. München: Markt+Technik





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