Dirk Steinborn - Watamu Design Berlin  


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Usability - Rahmenmodell


Um die Zusammenhänge hinsichtlich des Konzeptes Usability und seiner Dimensio-
nen zu verstehen, haben Bevan, Kirakowski & Maissel ein Rahmenmodell entwickelt (vgl. Bevan, Kirakowski & Maissel, 1998). In diesem Modell werden die Wechselwirkun-
gen zwischen den einzelnen Komponenten deutlich sowie deren Komplexität.

In den Mittelpunkt rücken die Einstellungen und die mentale Belastung des Benutzers. Man spricht in diesem Falle auch von user-
centered. Produkteigenschaften, welche der

Benutzer wahrnimmt, üben auf die Einstel-
lung Einfluß aus. Dieser kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Andererseits handelt es sich um eine Interaktion, das heißt, die Wahrnehmung von Produkt
eigen-
schaften wird ebenfalls durch Einstellungen beeinflußt. Zum Beispiel kann eine negative Einstellung zu Computern allgemein dazu führen, das Merkmale des Produktes nur oberflächlich betrachtet werden und dadurch einige Funktionen übersehen werden kön-
nen. Bei der mentalen Belastung kommt es zu ähnlichen Wechselwirkungen zwischen Benutzer und Produkteigenschaften.



Usability Rahmenmodell
Rahmenmodell des Usability-Konzeptes nach Bevan, Kirakowski & Maissel (1998)



Die Aufgabe, welche mit dem Produkt zu bewältigen ist, steht in einem direkten Zu-
sammenhang mit den Leistungen, welche der Benutzer mit dem Produkt erbringen kann. Das Ausmaß, mit dem es dem Be-
nutzer gelingt, mit dem Produkt die Aufgabe zu erledigen, bestimmt seinerseits wieder-
um die Einstellung und die mentale Belast-
ung.

Auswirkungen auf die eben beschriebenen Wechselwirkungen hat weiterhin der organi-
sationale Kontext. Er bestimmt zum Bei-
spiel die Arbeitsaufgaben und damit steuert er zugleich die Belastung der Organisat-
ionsmitglieder. Er prägt die Einstellungen aber bestimmt zum Teil auch die Produkt-
eigenschaften, da oft Softwarelösungen für ein ganz bestimmtes Unternehmen entwik-
kelt werden. Der organisationale Kontext


kann die Wahrnehmung von Produkteigen-
schaften steuern. Dies ist durch Schulung-
en zum Beispiel möglich. Je nach Tiefe der Einführung in eine Software, werden unter-
schiedliche Aspekte des Produktes an-
schließend wahrgenommen.

Der Einfluß des umweltbezogenen Kontext äußert sich auf Produktseite in der Qualität der Programmierung. Diese wird durch die Kompetenzen des Softwareunternehmens determiniert. Daneben hat der externe Markt wiederum Auswirkungen auf die Art der Auf-
gaben, welche erledigt werden müssen.

Die Einstellungen und Belastungen des Be-
nutzers werden durch die Umwelt geprägt. Ein streßfreies familiäres Umfeld kann unter Umständen ein höheres mentales Belast-
ungspotential bewirken.



Literatur

Bevan, N., Kirakowski, J., Maissel, J.. (1998). What is Usability? Online-
Dokument: ftp://ftp.npl.co.uk/pub/hci
/papers/What is Usibility.rtf







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