Dirk Steinborn - Watamu Design Berlin  


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Usability - Eigenschaften


Wenn man beurteilen möchte, ob ein Pro-
dukt eine hohe oder niedrige Gebrauchs-
qualität besitzt, muß man Kriterien haben, welche man messen kann. Seit Nielsen (1993) werden meist fünf Eigenschaften be-
züglich des Konzeptes Usability genannt, an denen man die Güte eines Produktes bewerten kann. Diese ergeben sich zum Teil auch aus der Definition des Begriffs.Die erste Eigenschaft bezieht sich auf den Lern-
prozeß, welcher nötig ist, um das Produkt zu bedienen. Bei diesem Punkt zählt vor al-
lem der Zeitaufwand. Wieviel Zeit muß man investieren, damit man sein Ziel erreichen kann (vgl. Nielsen, 1993; S. 27-30)? Die Forderung nach leichter Erlernbarkeit ist immer im Verhältnis zur Aufgabe bzw. dem Ziel zu beurteilen.
Die leichte Einprägsamkeit der Funktionen

ist eine weitere Eigenschaft von Produkten mit hoher Usability. Einprägsam sollte die Bedienung des Produktes sein, damit nach längerem Aussetzen bei der Benutzung kein neuer Lernprozeß notwendig wird (vgl. Nielsen, 1993; S. 31-32).

Drittens sollte ein Produkt effizient sein, wie in der Definition deutlich bereits wurde,(vgl. Nielsen, 1993; S. 30-31).

Die vierte Eigenschaft bezieht sich auf die Fehler, welche bei der Benutzung des Pro-
duktes vorkommen. Dabei muß man unter-
scheiden zwischen Fehlern des Programms selbst und Fehlern, welche von den Benut-
zern verursacht wurden (vgl. Nielsen, 1993; S. 32-33). Ein Fehler erster Art würde vor-
liegen, wenn eine Website zum Beispiel gar nicht lädt.




Tote oder falsche Links fallen ebenfalls in diese Kategorie. Um einen Fehler der zwei-
ten Art handelt es sich, wenn ein Benutzer durch eine Handlung das System beschä-
digt. Bei einem Computerprogramm könnten so zum Beispiel Daten vernichtet werden. Daher erscheint bei dem Befehl Löschen fast immer ein Dialogfeld, um den Vorgang nochmals zu bestätigen. Trotzdem kann es auch dann noch zu Problemen kommen (vgl. Raskin, 2001; S. 41-43).

Das letzte Merkmal bezieht sich auf die subjektive Zufriedenheit des Benutzers (vgl. Nielsen, 1993; S. 33-37). Zufriedenheit ent-
steht, wenn das Produkt einfach zu bedie-
nen ist, funktioniert und keine Fehler auf-
weist. Eine subjektiv positive Einstellung zum Produkt hängt demzufolge davon ab, mit welchem Aufwand jemand sein Ziel mit-
tels eines bestimmten Werkzeuges erreich-
en kann. Zum Aufwand gehören u.a. eventu-
elle Kosten (zeitliche, finanzielle) für Lern-

prozesse und die Zeitdauer, in welcher das Ziel erreicht werden kann.

Zusammenfassend sind die folgenden fünf Eigenschaften bzw. Merkmale des Konzep-
tes der Usability zu nennen:

   - Erlernbarkeit
   - Einprägsamkeit
   - Effizienz
   - Fehler
   - Zufriedenheit.

Diese sind keine unabhängigen Variablen. Insbesondere die Zufriedenheit mit dem Pro-
dukt ist eine Funktion der anderen vier Ei-
genschaften. Ebenso hängt die Effizienz von der Erlernbarkeit, Einprägsamkeit sowie der Fehlerrate ab. Fehler, welche vom Benutzer verursacht werden, können wiederum aus einer schwierigen Erlernbarkeit und der da-
durch bedingten geringeren Einprägsamkeit resultieren.




Literatur

Nielsen, J. (1993). Usability engineering. Bosten: Academic Press

Raskin, J. (2001). Das intelligente Interface. München: Addisson Wesley




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